Rhizom im Projektraum K2: Torben Laib bringt Braunschweig zum Hören


Datum und Uhrzeit
Veranstaltungsort
Tickets
Über diese Veranstaltung
Stimmung
Veranstaltungsorttyp
Rhizom: Eine Klang-Licht-Rauminstallation, die den Projektraum K2 neu hörbar macht
Mit Rhizom setzt Torben Laib im Projektraum K2 des Allgemeinen Konsumvereins eine neue Klang-Licht-Rauminstallation in Szene, die Braunschweig um eine konzentrierte Ausstellungserfahrung reicher macht. Die Arbeit ist Teil des Jahreszusammenhangs Amygdala-Komplex und reagiert präzise auf die architektonischen Eigenheiten des Orts: hoch liegende Fenster, sichtbare Rohre, Hall und das gelegentliche Rauschen aus den oberen Ebenen prägen die Ausstellungsatmosphäre. Das Ergebnis ist ein Kunsterlebnis zwischen Wahrnehmung, Raum und innerer Bewegung.
Zwischen Kellergefühl und Denkraum
Der Projektraum K2 erscheint hier nicht als neutraler White Cube, sondern als lebendiger Resonanzkörper. Torben Laib nutzt genau jene Eigenschaften, die den Raum besonders machen: Schichtung, Nachhall und die Spannung zwischen Enge und Öffnung. So entsteht eine Werkbetrachtung, die Klang nicht nur als akustisches Ereignis, sondern als räumliche Skulptur erfahrbar werden lässt. Die Installation lädt dazu ein, Licht, Linie und Bewegung als Teil eines ästhetischen Zusammenhangs zu lesen.
Rhizom statt Labyrinth
Der Titel verweist auf ein Denkmodell, das in der Gegenwartskunst und Kulturtheorie für Vernetzung, Vielheit und nonlineare Strukturen steht. Im Kontext des Amygdala-Komplexes verschiebt sich das Labyrinth vom äußeren Ort zur Topographie des Fühlens. Laibs Arbeit öffnet diesen Gedanken in eine sensible Klang-Licht-Rauminstallation, die Entscheidungen, Verzweigungen und Assoziationen nicht erklärt, sondern sinnlich erfahrbar macht. Gerade darin liegt die Stärke dieser Ausstellung: Sie verbindet Kunstgeschichte, Wahrnehmungsforschung und Kulturelle Bildung zu einem dichten Ganzen.
Torben Laib und die Sprache des Klangs
Torben Laib, 1990 in Volda geboren, studierte Bildhauerei an der Muthesius Kunsthochschule in Kiel und Sound Art an der Hochschule für bildende Künste Braunschweig. Seine Laufbahn zeigt eine konsequente Hinwendung zu installativen, performativen und klangkünstlerischen Formaten. Ausstellungen in Braunschweig, Kiel, Hamburg, Berlin, Potsdam und anderen Orten verweisen auf eine künstlerische Praxis, die Materialität, Raum und akustische Wahrnehmung miteinander verschränkt. Die Ausstellung im Konsumverein knüpft daran an und vertieft seine Auseinandersetzung mit ortsspezifischer Kunst.
Ein Ort für konzentrierte Ausstellungsatmosphäre
Der Allgemeine Konsumverein e. V. gehört zu den wichtigen Braunschweiger Institutionen für zeitgenössische Kunst. Das Haus in der Innenstadt verbindet Ausstellungen, Projektraum, Vermittlung und experimentelle Formate. Gerade im Projektraum K2 entfaltet sich eine besondere Dichte, weil Architektur und Kunst hier unmittelbar aufeinander reagieren. Wer sich für Kunstvereine, Klangkunst, Installation und Ausstellungspraxis interessiert, findet hier ein präzise kuratiertes Kunsterlebnis mit starker Raumbindung.
Fazit
Rhizom verspricht eine Ausstellung, die man nicht nur anschaut, sondern körperlich und akustisch durchmisst. Torben Laib verwandelt den Projektraum K2 in ein sensibles Gefüge aus Licht, Klang und räumlicher Spannung. Für Kunstinteressierte, die zeitgenössische Installation als intensive ästhetische Erfahrung suchen, ist dieser Besuch in Braunschweig ein klarer Tipp. Unbedingt live erleben.
Offizielle Kanäle von Torben Laib:
- Instagram: kein offizielles Profil gefunden
- Facebook: kein offizielles Profil gefunden
- YouTube: kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://torbenlaib.com










