Am Anfang war der Gurt im Städtischen Museum Braunschweig: Eine Ausstellung mit Haltung


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Eine Ausstellung, die koloniale Sammlungen neu lesen lässt
Im Städtischen Museum Braunschweig öffnet die Dauerausstellung Am Anfang war der Gurt – Braunschweiger Ethnographica, Souvenirs & koloniale Trophäen den Blick auf Objekte, Provenienzen und Machtverhältnisse. Das Kunsterlebnis verbindet kulturhistorische Forschung mit einer dichten Ausstellungsatmosphäre und führt mitten hinein in die Fragen, die ethnologische Sammlungen heute stellen.
Objekte als Zeugnisse einer umstrittenen Geschichte
Die Präsentation rückt Gegenstände aus kolonialen Kontexten in den Mittelpunkt und macht sichtbar, wie stark Museumssammlungen von Aneignung, Austausch, Erinnerung und Deutung geprägt sind. Besonders eindrücklich ist der Fokus auf den Patronengurt des Kahimemua aus dem heutigen Namibia, dessen Geschichte zum Ausgangspunkt einer kritischen Werkbetrachtung wird. So entsteht eine Ausstellung, die nicht nur zeigt, sondern befragt.
Kuratorische Perspektive und kulturelle Bildung
Die Kuratierung folgt einem dialogischen Ansatz, der Provenienzforschung, historische Einordnung und kulturelle Bildung miteinander verknüpft. Besucherinnen und Besucher begegnen der Ethnographie nicht als abgeschlossener Erzählung, sondern als lebendigem Forschungsfeld. Das macht die Ausstellung zu einem Ort ästhetischer Erfahrung und zugleich zu einem Lernraum über koloniale Geschichte, Sammlungspraktiken und museale Verantwortung.
Das Museum als Ort der Reflexion
Das Städtische Museum Braunschweig zählt zu den bedeutendsten kommunalen Kulturgeschichtsmuseen Deutschlands und bewahrt mehr als 270.000 Objekte. Im Haus am Löwenwall, einem Jugendstilbau mit lichtdurchfluteten Raumfluchten und historischem Ambiente, entfaltet die Ausstellung ihre besondere Wirkung. Architektur, Licht und Objektinszenierung verstärken die ruhige, nachdenkliche Stimmung des Rundgangs.
Führungen, Besuch und Vermittlung
Das Haus bietet öffentliche Führungen, Bildungsangebote und familienorientierte Vermittlungsformate. Die Ausstellung eignet sich für alle, die sich für Kunstgeschichte, Museumspädagogik, Erinnerungskultur und die kritische Neubewertung ethnologischer Bestände interessieren. Der Eintritt ist frei, was den Zugang zu diesem wichtigen kulturpolitischen Thema zusätzlich öffnet.
Stimmen der Besucher
Auf Instagram zeigt sich, wie stark das Museum mit seiner aktiven Vermittlungsarbeit wahrgenommen wird: Die Ausstellung wird als anregend, sorgfältig recherchiert und gesellschaftlich relevant beschrieben. Die Resonanz unterstreicht, dass hier nicht nur Objekte gezeigt werden, sondern Fragen gestellt werden, die über den Museumsbesuch hinaus wirken.
Fazit: Diese Ausstellung verbindet historische Tiefe mit aktueller Relevanz und macht koloniale Sammlungen auf eindrucksvolle Weise lesbar. Wer sich für Kunst, Geschichte und kritische Museumskultur interessiert, sollte dieses Kunsterlebnis im Städtischen Museum Braunschweig unbedingt live besuchen.
Offizielle Kanäle von Städtisches Museum Braunschweig:
- Instagram: https://www.instagram.com/staedtischesmuseumbraunschweig/
- Facebook: kein offizielles Profil gefunden
- YouTube: kein offizielles Profil gefunden
- Website: https://www.braunschweig.de/kultur/museen/staedtisches-museum/










