Projekt EXODUS bringt Händels „Israel in Egypt“ nach Braunschweig


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Projekt EXODUS: Händels „Israel in Egypt“ erfüllt St. Katharinen
Am Sonntag, dem 1. November 2026, verwandelt sich die Braunschweiger Katharinenkirche in einen Resonanzraum für eine der eindrucksvollsten Befreiungsgeschichten der Musikgeschichte. Im Konzert „Projekt EXODUS: Israel in Egypt“ begegnen sich Georg Friedrich Händels monumentales Oratorium und Georg Philipp Telemanns Kantate „Das befreite Israel“.
Barocke Klanggewalt mit großem Chor und Orchester
Die Kantorei St. Katharinen, das Barockensemble Concerto Ispirato und die Solisten Veronika Schäfer, Yuedong Guan und Leon-Maurice Teichert gestalten unter der Leitung von Christine Strubel ein Programm voller dramatischer Kontraste. Händels Oratorium erzählt den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten mit einer kraftvollen musikalischen Bildsprache: Der vorherrschend achtstimmige Chor trifft auf Trompeten, Posaunen und Kesselpauken und entfaltet eine Klangarchitektur von feierlicher Wucht.
Händel und Telemann im musikalischen Dialog
Auf dem Programm steht eine gekürzte, eigens für dieses Konzert zusammengestellte Fassung von „Israel in Egypt“, ergänzt durch Abschnitte aus Telemanns „Das befreite Israel“. Die Verbindung beider Werke eröffnet einen spannenden Blick auf die barocke Oratorientradition, auf kunstvolle Orchestrierung und auf die musikalische Gestaltung von Macht, Bedrohung und Befreiung.
Ein Konzert als Teil eines größeren Exodus-Projekts
Das Konzert bildet den Höhepunkt eines mehrmonatigen Projekts an St. Katharinen, das Musik, Text, bildende Kunst und Theologie miteinander verbindet. Die biblische Exodus-Geschichte erscheint dabei nicht nur als historischer Stoff, sondern auch als Ausgangspunkt für Fragen nach Freiheit, Verantwortung und gesellschaftlicher Macht. Der thematische Rahmen wurde durch das von der Evangelischen Kirche in Deutschland ausgerufene Schwerpunktthema „Macht“ angeregt.
Neue Perspektiven auf Raum und Klang
Für die Aufführung wird ein neues Raumkonzept in der Kirche erprobt. Die veränderte Position des Chorpodestes und die neue Anordnung der Kirchenbänke schaffen ein anderes Klang- und Seherlebnis. Stimmen, Instrumente und Kirchenraum treten dadurch in eine unmittelbare Beziehung – ein besonderer Reiz für alle, die klassische Musik gerne als intensive Live-Atmosphäre erleben.
Fazit: Barockmusik mit aktueller Strahlkraft
Besucherinnen und Besucher erwartet ein eindringliches Oratorienkonzert zwischen sakraler Klangpracht, historischer Tiefe und aktueller gesellschaftlicher Resonanz. Wer Händels dramatische Chorsätze, Telemanns musikalische Handschrift und die besondere Akustik von St. Katharinen live erleben möchte, sollte sich dieses Konzert im Braunschweiger Kulturkalender nicht entgehen lassen.
Offizielle Kanäle von Kantorei an St. Katharinen:
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