„What remains is a handful“: Carlotta Oppermann verwandelt Braunschweig in einen Erinnerungsraum


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Wenn Räume Erinnerungen tragen: „What remains is a handful“ in Braunschweig
Am 25. Oktober 2026 verwandelt Carlotta Oppermann die Villa Salve Hospes im Kunstverein Braunschweig in einen Resonanzraum der Erinnerung. Ihre ortsspezifische Performance „What remains is a handful“ untersucht, wie sich vergangene Handlungen und frühere Nutzungen in einen Raum einschreiben und bis in die Gegenwart fortwirken.
Spuren zwischen Körper, Material und Raum
Die Performance setzt nicht auf eine lineare Erzählung, sondern auf Wahrnehmung: Räumliche, materielle und akustische Spuren treten in eine neue Konstellation. Vergangenes erscheint dabei nicht als abgeschlossenes Kapitel, sondern als etwas, das im Bühnenraum weiterarbeitet. Jeder Schritt, jede Bewegung und jede klangliche Veränderung gewinnt Bedeutung.
Die Villa Salve Hospes als szenischer Körper
Die wechselvolle Nutzungsgeschichte der Villa bildet den dramaturgischen Ausgangspunkt der Arbeit. Das historische Gebäude wird nicht bloß zur Kulisse, sondern zum aktiven Bestandteil der Inszenierung. Wände, Oberflächen, Übergänge und akustische Räume werden zu Material einer zeitgenössischen Bühnenkunst, in der Architektur und Körper miteinander in Dialog treten.
Eine Performance zwischen Gegenwartskunst und Schauspielkunst
Carlotta Oppermann verbindet in ihrer künstlerischen Praxis Performance, Bewegung, Zeichnung und musikalische Impulse. Ihr selbst entwickeltes Drehbuch folgt körperlicher Erfahrung und prozesshaftem Arbeiten. Dadurch entsteht ein konzentriertes Bühnenerlebnis, das weniger auf spektakuläre Effekte als auf Präsenz, Wahrnehmung und die feinen Verschiebungen zwischen Mensch und Umgebung setzt.
Teil der Ausstellung „Nothing is ever really lost“
Die Performance findet auf Einladung der Meisterschüler*innen im Rahmen der Ausstellung „Nothing is ever really lost“ statt. Der Titel verweist auf eine zentrale Erfahrung des Abends: Was vergangen scheint, bleibt in Formen, Materialien und Erinnerungen gegenwärtig. Die Publikumsreaktion entsteht aus der unmittelbaren Begegnung mit einem Ort, der sich für kurze Zeit in eine lebendige Partitur verwandelt.
Fazit: Ein intensives Bühnenerlebnis im Kunstverein Braunschweig
„What remains is a handful“ verspricht eine präzise, sinnliche und ortsbezogene Performance über Erinnerung, Raum und die Nachwirkungen menschlicher Handlungen. Besucherinnen und Besucher erleben eine konzentrierte halbe Stunde zeitgenössischer Bühnenkunst in besonderer Theateratmosphäre. Der Eintritt zur Performance ist kostenfrei, zuzüglich Eintritt zur Ausstellung. Wer Räume nicht nur betrachten, sondern körperlich und akustisch erfahren möchte, sollte dieses außergewöhnliche Kunstereignis live erleben.
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