Tomahawk und Trommel im Städtischen Museum Braunschweig: Indigene Geschichte neu entdecken

Event: Sonderausstellung "Tomahawk und Trommel – Indigene Andenken aus der Zeit der Amerikanischen Revolution in Deutschland" in Städtisches Museum Braunschweig, Steintorwall 14, 38100 Braunschweig on 10. November 2026

Datum und Uhrzeit

10. November 2026 11:00 Uhr

Veranstaltungsort

Braunschweig
38 Braunschweig, Germany

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Über diese Veranstaltung

Ausstellungen & Museen

Stimmung

Entspannt

Veranstaltungsorttyp

Drinnen

Tomahawk und Trommel: Indigene Geschichte neu betrachtet

Das Städtische Museum Braunschweig widmet sich mit der Sonderausstellung Tomahawk und Trommel – Indigene Andenken aus der Zeit der Amerikanischen Revolution in Deutschland einem wenig bekannten Kapitel transatlantischer Geschichte. Vom 10. November 2026 bis zum 11. April 2027 führt die Ausstellung in die Zeit der Amerikanischen Revolution und beleuchtet die Verbindungen zwischen Braunschweiger Hilfstruppen, britischen Verbündeten und indigenen Gruppen aus Nordamerika.

Eine Trommel als Ausgangspunkt der Ausstellung

Im Zentrum steht eine Ritualtrommel, die als Souvenir eines Braunschweiger Soldaten aus dem amerikanischen Unabhängigkeitskrieg überliefert ist und vor 1783 entstand. Dieses Objekt gab den entscheidenden Impuls für die Ausstellung. Seine materielle Präsenz eröffnet eine Werkbetrachtung, die historische Erinnerung, Sammlungsgeschichte und indigene Perspektiven miteinander verbindet.

Amerikanische Revolution und Braunschweiger Geschichte

Die Amerikanische Revolution dauerte von 1775 bis 1783. Auch deutsche Hilfstruppen waren in den Konflikt eingebunden. Die erste Sektion der Ausstellung beleuchtet die Beteiligung Braunschweiger Soldaten und den historischen Kontext ihres Einsatzes in Nordamerika. Tomahawk und Trommel stehen dabei als titelgebende Zeichen für Krieg, Begegnung, Aneignung und Erinnerung.

Indigene Perspektiven und neue Kuratierung

Der zweite Ausstellungsteil richtet den Blick auf indigene Objekte aus deutschen Sammlungen. Ihre Neubetrachtung entstand im Dialog mit Nachfahren einiger der einst beteiligten indigenen Gruppen. Damit entwickelt die Kuratierung einen partnerschaftlichen Ansatz, der museale Bestände nicht nur als historische Zeugnisse, sondern auch als Träger lebendiger kultureller Bedeutung versteht.

Ästhetische Erfahrung und kulturelle Bildung

Die Ausstellungsatmosphäre entsteht aus der konzentrierten Begegnung mit historischen Artefakten, organischen Materialien und den Spuren ihrer Überlieferung. Formen, Oberflächen und Gebrauchsspuren machen die Objekte zu sinnlich erfahrbaren Quellen. Das Kunsterlebnis verbindet ästhetische Erfahrung mit historischer Reflexion und eröffnet Raum für eine differenzierte kulturelle Bildung.

Die Ausstellung wird durch die Terra Foundation for American Art gefördert. Sie lädt dazu ein, vertraute Erzählungen über die Amerikanische Revolution zu hinterfragen und die Perspektiven indigener Gemeinschaften stärker in den Mittelpunkt zu rücken.

Fazit: Geschichte im Museum unmittelbar erleben

Tomahawk und Trommel verbindet historische Forschung, ethnologische Sammlungsgeschichte und zeitgemäße Ausstellungspraxis. Besucherinnen und Besucher erwartet eine eindringliche Werkbetrachtung über Krieg, Erinnerung und kulturelle Selbstbestimmung. Wer die vielschichtigen Beziehungen zwischen Braunschweig, Nordamerika und indigenen Gemeinschaften nachvollziehen möchte, erlebt hier ein ebenso lehrreiches wie atmosphärisches Kunsterlebnis. Ein Besuch im Städtischen Museum Braunschweig bereichert die ästhetische Erfahrung und schärft den Blick auf Geschichte aus mehreren Perspektiven.

Offizielle Kanäle von Städtisches Museum Braunschweig:

Quellen:

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