Sabotage im Theater in der Kaffeetwete: Figurentheater mit Wucht und Poesie


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Sabotage: Wenn Figurentheater, Tanz und Machtspiele die Bühne entzünden
Mit Sabotage rückt im Theater in der Kaffeetwete ein Abend in den Fokus, der die freie Szene Braunschweigs mit körperlicher Präzision, poetischer Bildkraft und feinem Humor auflädt. Die Produktion von Sara Angius und Johanna Ehlert verbindet Figurentheater und Tanz zu einem Bühnenerlebnis, das Macht, Abhängigkeit und menschliche Schwächen nicht erklärt, sondern sichtbar macht.
Ein Spiel mit Kräften, die unter der Oberfläche arbeiten
Der Abend zeichnet laut Produktionsmaterial einen nachsichtigen, zugleich dramatischen Blick auf die menschliche Natur und ihr Streben nach Macht. Tänzerinnen, Tänzer und menschengroße Figuren bewegen sich in einem raffiniert absurden System aus Schnüren, Einfluss und Gegenwehr. Genau darin liegt die Spannung: Die Inszenierung verwandelt innere Konflikte in sichtbare Bewegung, in Verdichtung, in theatralische Reibung.
Figurentheater mit choreografischer Wucht
Sara Angius bringt ihre Erfahrung aus zeitgenössischem Tanz, Objektanimation, Figurenspiel und Illusion ein. Johanna Ehlert wiederum steht für Figurenbau und visuelles Theater auf hohem handwerklichem Niveau. Diese Begegnung von Regiegedanke, Körperarbeit und Bühnenkunst verspricht eine Atmosphäre, in der nicht die große Erzählung dominiert, sondern das fragile Kippen eines Moments. Gerade das macht den Reiz dieses Abends aus: Das Publikum erlebt, wie aus Bewegung Bedeutung entsteht.
Eine Baustellen-Bespielung mit kultureller Signalwirkung
HAMMER! belebt die Kaffeetwete temporär neu und öffnet einen Ort, der lange als Bezugspunkt der freien darstellenden Künste galt. Der Kontext verleiht Sabotage zusätzliche Präsenz: Hier geht es nicht nur um eine Aufführung, sondern um die Frage, wie freie Theaterarbeit in Braunschweig sichtbar bleibt und Zukunft bekommt. Das macht den Abend auch kulturpolitisch spannend.
Warum dieser Theaterabend nachhallt
Sabotage verspricht kein gefälliges Figurentheater, sondern ein konzentriertes, sinnliches und gedanklich offenes Bühnenerlebnis. Wer präzise Bewegung, starke Bilder und die besondere Theateratmosphäre der freien Szene liebt, findet hier einen Abend mit Haltung, Fantasie und Nachklang. Unbedingt live erleben, wenn sich in der Kaffeetwete Macht, Poesie und Körperkunst begegnen.
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