Thomas Kersting in Braunschweig: Vortrag über die Ausgrabung im Bonner Judenviertel

Event: Die Ausgrabung im Bonner Judenviertel der frühen Neuzeit am Rhein 1987, Vortrag von Dr. Thomas Kersting in Seminarraum des Instituts für Baugeschichte, Pockelstraße 4, Trakt Schleinitzstraße, 2. OG, Raum 220, 38106 Braunschweig on 14. Juli 2026

Datum und Uhrzeit

14. Juli 2026 18:00 Uhr

Veranstaltungsort

Braunschweig
38 Braunschweig, Germany

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Über diese Veranstaltung

Literatur & Lesungen

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Sonstige

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Archäologie, jüdische Geschichte und ein Vortrag mit Nachhall

Dieser Abend in Braunschweig verbindet wissenschaftliche Präzision mit historischer Dringlichkeit. Dr. Thomas Kersting spricht über die Ausgrabung im Bonner Judenviertel der frühen Neuzeit am Rhein 1987 und eröffnet damit einen Blick auf ein archäologisches Kapitel, das jüdisches Leben, städtische Entwicklung und die Deutung von Fundmaterial auf besondere Weise zusammenführt.

Ein Thema zwischen Forschung und Erinnerung

Im Mittelpunkt steht ein Fundort, der weit mehr ist als ein Grabungsgelände. Die damalige Freilegung der Synagoge, die politisch aufgeladen war, führte zu Erkenntnissen, die heute neue Perspektiven auf jüdische Alltagskultur im 18. Jahrhundert eröffnen. Kersting ordnet die Grabung in ihren historischen Kontext ein und zeigt, wie Archäologie als kulturgeschichtliche Methode Spuren sichtbar macht, die lange verborgen blieben.

Spannung aus dem Archiv des Bodens

Gerade die Verbindung aus historischer Quellenarbeit, archäologischer Auswertung und öffentlicher Debatte macht diesen Vortrag so bemerkenswert. Das Fundmaterial verweist auf eine Mikwe, einen Kantorenhut und Haushaltskeramik mit Inschriften im Sinne der Speisegesetze. Solche Objekte erzählen nicht nur von religiösen Praktiken, sondern auch von Identität, Lebenswelt und materieller Kultur im jüdischen Viertel der frühen Neuzeit.

Lesungs-Atmosphäre im Seminarraum

Der Seminarraum des Instituts für Baugeschichte schafft den passenden Rahmen für ein konzentriertes literarisches Erlebnis der anderen Art: kein Bühnenzauber, sondern Nähe zum Stoff, ruhige Aufmerksamkeit und die seltene Intensität einer direkten Autor-Begegnung mit einem Fachreferenten, der sein Thema seit Jahrzehnten verfolgt. Die Lesungs-Atmosphäre entsteht hier aus Nachdenklichkeit, Expertise und dem Reiz historischer Rekonstruktion.

Ein Abend für Neugierige, Fachpublikum und Kulturinteressierte

Wer sich für jüdische Geschichte, Archäologie, Stadtforschung und die Kultur der frühen Neuzeit interessiert, findet hier einen Abend mit Substanz. Der Vortrag zeigt, wie eng wissenschaftliche Qualität, kulturelle Verantwortung und öffentliche Erinnerung miteinander verbunden sind. Genau darin liegt der besondere Reiz dieser Veranstaltung: Sie erklärt Vergangenheit nicht trocken, sondern mit analytischer Schärfe und erzählerischer Spannung.

Fazit: Am 14. Juli 2026 erwartet Besucherinnen und Besucher ein fundierter, anschaulicher und historisch wichtiger Vortrag über jüdische Archäologie und die Bedeutung einer besonderen Bonner Grabung. Wer Wissenschaft live erleben und Geschichte im Detail verstehen möchte, sollte diesen Termin nicht verpassen.

Offizielle Kanäle von Dr. Thomas Kersting:

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  • Verlag: https://www.bebraverlag.de/

Quellen:

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