Käthe Kollwitz im Selbstporträt im Städtischen Museum Braunschweig


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Käthe Kollwitz im Selbstporträt: Kunst, Haltung und intensive Werkbetrachtung in der Mittagspause
Im Städtischen Museum Braunschweig eröffnet diese Kurzführung einen konzentrierten Blick auf das Selbstbildnis von Käthe Kollwitz aus dem Jahr 1921. Kurator Dr. Lars Berg führt in eine Werkwelt ein, in der künstlerische Radikalität, menschliche Verletzlichkeit und präzise Formverdichtung zu einem eindrucksvollen Kunsterlebnis verschmelzen.
Ein Selbstporträt als stilles Manifest
Käthe Kollwitz gehört zu den prägenden Stimmen der Kunst des 20. Jahrhunderts. Ihr Werk verbindet Malerei, Grafik und Zeichnung mit einer kompromisslosen Hinwendung zu sozialen Erfahrungen, Trauer, Würde und Widerstand. Das im Mittelpunkt stehende Selbstbildnis öffnet einen Raum, in dem die Künstlerin ihr eigenes Ich nicht dekorativ, sondern existenziell befragt.
Gerade in der konzentrierten Form des Selbstporträts zeigt sich Kollwitz’ Kunst als präzise Ästhetische Erfahrung: Reduktion statt Ornament, innere Spannung statt äußerer Geste, Verdichtung statt Überfluss. Die Werkbetrachtung macht sichtbar, wie kraftvoll Linie, Fläche und Ausdruck in ihrer Grafik und Druckkunst zusammenwirken.
Die Sprache der Linie und die Aura des Unmittelbaren
Die Ausstellungssituation im Museum lenkt den Blick auf jene Qualitäten, für die Kollwitz berühmt wurde: eine ungeschönte Darstellung des Menschlichen, eine tiefe Empathie und eine Bildsprache von großer emotionaler Präsenz. Ihre Selbstporträts gehören zu den eindringlichsten Dokumenten künstlerischer Selbstbefragung in der europäischen Moderne.
Wer sich auf diese Kurzführung einlässt, erlebt Kunstgeschichte nicht als Abfolge von Daten, sondern als lebendige Kuratierung von Haltungen und Formfragen. Das Porträt wird hier zum Spiegel einer Epoche, die von Umbrüchen, sozialen Spannungen und einer neuen Sensibilität für das individuelle Schicksal geprägt war.
Kuratierte Kunstvermittlung zur Mittagszeit
Die Reihe Mittagspause im Museum verbindet wissenschaftliche Expertise mit zugänglicher kultureller Bildung. Die Führung dauert etwa 20 Minuten und schafft einen kompakten Zugang zu einem Werk, das weit über die Ausstellungssituation hinausweist. Anschließend lädt das Museum zu Kaffee und Kuchen ein, wodurch sich der Besuch in eine angenehme, gesellige Ausstellungsatmosphäre verlängert.
Für Kunstinteressierte, die fundierte Einordnung schätzen, bietet dieses Format einen idealen Einstieg: nah am Original, nah an der Forschung und nah an der historischen Bedeutung der Künstlerin. So entsteht ein konzentriertes Kunsterlebnis, das auch in kurzer Zeit nachhallt.
Käthe Kollwitz: eine Künstlerin von europäischem Rang
Käthe Kollwitz zählt zu den bedeutendsten Künstlerinnen der Moderne. Ihre Arbeiten zu Armut, Krieg, Verlust und Solidarität machten sie international bekannt und kunsthistorisch unverzichtbar. Das Selbstporträt von 1921 steht in diesem größeren Zusammenhang als Bild des eigenen Standpunkts: ruhig, ernst, auf das Wesentliche reduziert.
Die Braunschweiger Veranstaltung verbindet dieses Schlüsselwerk mit der Vermittlung durch den Kurator. Dadurch gewinnt der Museumsbesuch an Tiefe und Aktualität, denn Kollwitz bleibt eine Künstlerin, deren Werk bis heute Fragen nach Verantwortung, Menschlichkeit und gesellschaftlicher Wahrnehmung stellt.
Fazit: Diese Mittagsführung im Städtischen Museum Braunschweig verspricht eine dichte Begegnung mit Käthe Kollwitz und ihrer Kunst des Selbstporträts. Wer ein prägnantes, klug kuratiertes Kunsterlebnis sucht, sollte diese Ausstellung und Führung live erleben.
Offizielle Kanäle von Städtisches Museum Braunschweig:
- Instagram: https://www.instagram.com/staedtischesmuseumbraunschweig/
- Facebook: kein offizielles Profil gefunden
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- Website: https://www.braunschweig.de/kultur/museen/staedtisches-museum/










