Am Anfang war der Gurt im Städtischen Museum Braunschweig: Ethnographie, Kolonialgeschichte und neue Perspektiven


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Ethnologische Spuren, koloniale Fragen, ein Ausstellungserlebnis mit Tiefe
Im Städtischen Museum Braunschweig eröffnet diese Präsentation einen klugen, vielschichtigen Blick auf ethnografische Sammlungen, Provenienz und koloniale Kontexte. Die Ausstellung ist als Neugestaltung der ethnologischen Dauerausstellung angelegt und verknüpft historische Objekte mit gegenwärtigen Fragen musealer Verantwortung. Der Eintritt ist frei; die Öffnungszeiten des Museums sind Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr. ([braunschweig.de](https://www.braunschweig.de/kultur/museen/staedtisches-museum/artikelpool-temporaer/ethno-dauerausstellung.php))
Provenienz als Ausgangspunkt der Werkbetrachtung
Der zentrale Impuls dieser Schau liegt in der kritischen Auseinandersetzung mit Sammlungsbeständen aus kolonialen Kontexten. Ausgangspunkt ist unter anderem die Recherche zum Patronengurt des OvaMbanderu-Anführers Kahimemua aus dem heutigen Namibia, ein Objekt, das laut Museumsdarstellung von deutschen Kolonialherren entwendet wurde. Damit rückt die Ausstellung nicht nur ein einzelnes Exponat in den Fokus, sondern die gesamte Geschichte des Sammelns, Bewahrens und Deutens. ([braunschweig.de](https://www.braunschweig.de/kultur/museen/staedtisches-museum/artikelpool-temporaer/ethno-dauerausstellung.php))
Fünf Themenräume, viele Perspektiven
Die Schau gliedert sich in die Themenräume Vernetzt, Reiseandenken, Fremdbilder, Kolonialerbe und Weitergedacht. Diese Struktur eröffnet einen präzisen musealen Parcours, der zwischen Reise, Handel, Krieg, Aneignung und heutiger Reflexion vermittelt. So entsteht eine Ausstellung, die nicht statisch wirkt, sondern als prozesshaftes Ensemble, das fortlaufend um neue Stimmen und Forschungsergebnisse erweitert wird. ([braunschweig.de](https://www.braunschweig.de/kultur/museen/staedtisches-museum/artikelpool-temporaer/ethno-dauerausstellung.php))
Objekte mit globaler Ausstrahlung
Zu den hervorgehobenen Stücken zählen eine Ritualtrommel als Souvenir eines Braunschweiger Soldaten aus dem amerikanischen Unabhängigkeitskrieg, ein afro-portugiesisches Salzgefäß aus Westafrika sowie weitere Zeugnisse weltweiter Verflechtungen. Gerade diese Gegenstände zeigen, wie stark Braunschweigs Sammlungsgeschichte mit globaler Mobilität, Kolonialgeschichte und wissenschaftlichen Fremdbildern verbunden ist. ([braunschweig.de](https://www.braunschweig.de/kultur/museen/staedtisches-museum/artikelpool-temporaer/ethno-dauerausstellung.php))
Museumspädagogik und kulturelle Bildung
Wer die Ausstellung besucht, erlebt keine bloße Objektfolge, sondern ein kunstdidaktisch und historisch geschärftes Kunsterlebnis. Das Haus versteht seine ethnografische Sammlung ausdrücklich als Gegenstand fortlaufender Forschung und Zusammenarbeit mit Herkunftsgemeinschaften. Genau daraus gewinnt die Ausstellung ihre Aktualität und ihre besondere Ausstellungsatmosphäre. ([braunschweig.de](https://www.braunschweig.de/kultur/museen/staedtisches-museum/artikelpool-temporaer/ethno-dauerausstellung.php))
Fazit
Am Anfang war der Gurt ist eine Ausstellung für alle, die Museen als Orte kritischer Erkenntnis und ästhetischer Erfahrung schätzen. Wer sich auf diese Präsentation einlässt, begegnet nicht nur faszinierenden Objekten, sondern auch einer souveränen, zeitgemäßen Auseinandersetzung mit Geschichte, Verantwortung und Erinnerung. Ein Besuch im Städtischen Museum Braunschweig lohnt sich unbedingt live. ([braunschweig.de](https://www.braunschweig.de/kultur/museen/staedtisches-museum/artikelpool-temporaer/ethno-dauerausstellung.php))
Offizielle Kanäle von Städtisches Museum Braunschweig:
- Instagram: https://www.instagram.com/staedtischesmuseumbraunschweig/
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