Am Anfang war der Gurt im Städtischen Museum Braunschweig: Eine Ausstellung über koloniale Spuren


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Eine Ausstellung über Herkunft, Erinnerung und die Macht der Dinge
Mit Am Anfang war der Gurt eröffnet das Städtische Museum Braunschweig einen klugen, eindringlichen Blick auf ethnographische Objekte, Souvenirs und koloniale Trophäen. Die neue Dauerausstellung zur ethnologischen Sammlung setzt auf Transparenz, Provenienzforschung und eine kritische Auseinandersetzung mit den historischen Bedingungen des Sammelns. Sie nimmt ein Objekt in den Fokus, das längst mehr ist als ein Sammlungsstück: ein Zeugnis von Besitz, Deutung und Verflechtungsgeschichte. Die Ausstellung ist im Haus am Löwenwall zu sehen und wurde vom Museum selbst als Teil seiner kontinuierlichen Arbeit an kolonialen Kontexten angekündigt. ([braunschweig.de](https://www.braunschweig.de/kultur/museen/staedtisches-museum/artikelpool-temporaer/ethno-dauerausstellung.php?utm_source=openai))
Ethnographica als Spiegel globaler Verflechtungen
Die Präsentation ordnet die ethnographischen Bestände nicht als exotische Randnotizen, sondern als historische Quellen ein. Braunschweiger Seefahrer, Kaufleute, Ärzte, Soldaten, Forscher und Auswanderer haben über lange Zeit Objekte zusammengetragen; gerade darin liegt die Spannung zwischen lokaler Stadtgeschichte und globaler Zirkulation von Dingen. Das Museum betont dabei ausdrücklich die kritische Aufarbeitung kolonialer Bezüge seiner Bestände. ([braunschweig.de](https://www.braunschweig.de/kultur/museen/staedtisches-museum/artikelpool-temporaer/ethno-dauerausstellung.php?utm_source=openai))
Provenienzforschung als ästhetische und politische Erfahrung
Ein besonderer Bezugspunkt ist der Patronengurt des OvaMbanderu-Anführers Kahimemua aus dem heutigen Namibia, dessen Geschichte im Museum als Meilenstein der Recherche und der öffentlichen Vermittlung beschrieben wird. Gerade diese Werk- und Objektbetrachtung macht sichtbar, wie eng Ästhetik, Macht und Erinnerung miteinander verwoben sind. Für Besucher entsteht eine Ausstellungserfahrung, die nicht nur informiert, sondern Fragen nach Herkunft, Verlust und Verantwortung schärft. ([braunschweig.de](https://www.braunschweig.de/kultur/museen/staedtisches-museum/artikelpool-temporaer/ethno-dauerausstellung.php?utm_source=openai))
Ein Museum mit starker Sammlung und Vermittlung
Das Städtische Museum Braunschweig gehört zu den größten kunst- und kulturgeschichtlichen Museen Deutschlands und bewahrt über 270.000 Objekte zur Stadt- und Kulturgeschichte. Neben der Dauerausstellung und wechselnden Sonderausstellungen bietet das Haus Führungen und Bildungsformate an, die den Zugang zu Sammlung, Kontext und historischer Einordnung vertiefen. Das Haus am Löwenwall ist zudem barrierefrei zugänglich. ([braunschweig.de](https://www.braunschweig.de/tourismus/kultur/museen.php?utm_source=openai))
Was Besucher jetzt erwartet
Am Anfang war der Gurt verbindet kulturhistorische Forschung mit einer konzentrierten Ausstellungsatmosphäre. Wer sich für Museumspädagogik, Provenienzfragen, koloniale Geschichte und ethnologische Sammlungen interessiert, findet hier einen präzise kuratierten Ort des Nachdenkens. Der Besuch lohnt sich für alle, die Kunst- und Kulturgeschichte nicht als starres Archiv, sondern als lebendigen Diskurs erleben möchten. Ein Ausstellungsbesuch in Braunschweig verspricht hier Erkenntnis, Reibung und eine nachhaltige ästhetische Erfahrung. ([braunschweig.de](https://www.braunschweig.de/kultur/museen/staedtisches-museum/artikelpool-temporaer/ethno-dauerausstellung.php?utm_source=openai))
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